Was kostet eine Unternehmenswebsite? Der Umfang entscheidet.

Sie brauchen einen Auftritt, der Ihre Leistungen verständlich erklärt und passende Anfragen ermöglicht. Zwei Angebote nennen dafür sehr unterschiedliche Summen, obwohl beide von fünf Seiten sprechen. Der Unterschied liegt häufig in den enthaltenen Aufgaben: Wer entwickelt die Inhalte, wer liefert Bilder, wie funktioniert die Anfrage und wer kümmert sich nach dem Start? Vergleichen Sie diese Leistungen, bevor Sie den Gesamtpreis bewerten.

Der entscheidende Punkt

Die Seitenzahl allein erklärt keinen Website-Preis. Entscheidend ist, welche Inhalte, Funktionen und laufenden Aufgaben Ihnen tatsächlich abgenommen werden.

Beschreiben Sie, was Besucher auf der Website klären sollen.

Eine Unternehmenswebsite kann unterschiedliche Arbeit übernehmen. Sie erklärt neuen Interessenten Ihre Leistungen, beantwortet wiederkehrende Fragen oder bereitet eine qualifizierte Anfrage vor. Für einen regionalen Dienstleister sind Einsatzgebiet und Projektarten wichtig. Bei einer beratungsintensiven Leistung zählen eher Ablauf, Voraussetzungen und die Informationen für den Erstkontakt. Diese Unterschiede bestimmen die Inhalte und damit den Aufwand.

Schreiben Sie die wichtigsten Besuchersituationen auf. Jemand kennt Ihr Unternehmen bereits und sucht den Kontakt. Eine andere Person vergleicht mehrere Anbieter. Ein dritter Besucher möchte wissen, ob sein konkretes Problem zu Ihrer Leistung passt. Eine brauchbare Website hilft bei diesen Aufgaben. Eine längere Seitenliste allein schafft diesen Nutzen noch nicht und eignet sich deshalb nur bedingt als Grundlage für den Preisvergleich.

Klären Sie, wer aus Ihrem Wissen verständliche Inhalte macht.

„Texte vom Kunden“ klingt nach einer kleinen Mitwirkung. Tatsächlich müssen Informationen gesammelt, gewichtet und für Besucher verständlich formuliert werden. Wenn Sie fertige Texte liefern sollen, gehört dafür interne Zeit ins Budget. Wenn der Umsetzungspartner Interviews führt und die Inhalte entwickelt, muss diese Leistung im Angebot erkennbar sein. Gleiches gilt für Fotos, Bildauswahl und die Abstimmung der Nutzungsrechte.

Für die Auffindbarkeit gehören eine verständliche Struktur und aussagekräftige Inhalte zur Arbeit. Google beschreibt SEO als Hilfe für Suchmaschinen beim Verstehen und für Menschen beim Finden und Bewerten von Inhalten. Eine bestimmte Platzierung wird dadurch nicht garantiert. Lassen Sie deshalb konkrete Arbeiten benennen, etwa Seitentitel, Leistungsstruktur und technische Erreichbarkeit, statt einen unbestimmten Posten „SEO inklusive“ als Erfolgsgarantie zu lesen.

Quelle: Google: Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung

Funktionen verursachen Arbeit bis zum fertigen Ergebnis.

Ein Kontaktformular besteht nicht nur aus sichtbaren Feldern. Es braucht verständliche Beschriftungen, Prüfung der Eingaben, Rückmeldung bei Fehlern und eine geklärte Übergabe an Ihr Unternehmen. Das W3C beschreibt die eindeutige Zuordnung von Beschriftung und Eingabefeld als Grundlage zugänglicher Formulare. Für Ihr Projekt sollte feststehen, welche Angaben wirklich gebraucht werden und wie eine erfolgreiche Anfrage erkennbar ist.

Weitere Funktionen erhöhen den Umfang unterschiedlich stark. Eine zusätzliche Leistungsseite kann dieselben Bausteine nutzen. Eine Terminbuchung hängt dagegen von Verfügbarkeit und einem externen System ab. Ein mehrsprachiger Auftritt benötigt abgestimmte Inhalte und deren spätere Pflege. Lassen Sie jeden Zusatz mit dem konkreten Nutzen begründen. Was Besucher aktuell nicht brauchen und intern niemand pflegen kann, muss nicht in die erste Version.

Quelle: W3C: Formulare verständlich beschriften

Eine angenommene Aufwandrechnung schafft Vergleichbarkeit.

Für eine rein beispielhafte Unternehmenswebsite nehmen wir acht Stunden für Ziele und Struktur, zwölf für Inhalte, 16 für Gestaltung, 24 für Umsetzung sowie zehn für Prüfung und Übergabe an. Das ergibt 70 externe Stunden. Bei einem ausdrücklich angenommenen Satz von 100 Euro entsteht ein einmaliger Betrag von 7.000 Euro. Das ist keine Preisliste, keine Marktspanne und kein Angebot.

Im Beispiel kommen zehn interne Stunden zu einem Kostenwert von 40 Euro hinzu. Für ein volles Betriebsjahr setzen wir zusätzlich angenommene 35 Euro monatlich für Infrastruktur und 75 Euro für vereinbarte Betreuung an. Die Tabelle führt diese Posten ohne Umsatzsteuer zusammen. Fotoproduktion oder weitere Funktionen wären nur enthalten, wenn sie ausdrücklich in diesen angenommenen Paketen stehen.

Soll das Team sämtliche Texte selbst liefern, sinkt eventuell der externe Inhaltsaufwand. Die Arbeit verschwindet aber nicht, sondern verlagert sich. Umgekehrt kann ein höheres Angebot wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn es Ihnen genau diese Vorbereitung abnimmt. Vergleichen Sie deshalb den Gesamtaufwand für Ihr Unternehmen und nicht nur die Rechnung des Dienstleisters.

Angenommenes Website-Budget mit zwölf Betriebsmonaten, ohne Umsatzsteuer
PostenBeispielbetrag
Erstellung · 70 Stunden × 100 Euro7.000 Euro
Interne Arbeit · 10 Stunden × 40 Euro400 Euro
Betrieb · 110 Euro × 12 Monate1.320 Euro
Gesamter Aufwand im Beispiel8.720 Euro

Nach dem Start brauchen Inhalte und Technik Zuständigkeit.

Leistungen ändern sich, Ansprechpartner wechseln, neue Referenzen kommen hinzu. Klären Sie vorab, welche Änderungen Sie selbst erledigen können und welche Unterstützung benötigen. Eine Betreuungspauschale sollte erkennen lassen, ob Inhaltsänderungen enthalten sind, in welchem Umfang und wie zusätzliche Arbeit vereinbart wird. Hosting allein beantwortet diese Fragen nicht.

Zur technischen Prüfung kann auch das Ladeverhalten gehören. Google unterscheidet dabei kontrollierte Labormessungen von Daten tatsächlicher Nutzung. Ein einzelner Testwert ist deshalb nicht dasselbe wie die Erfahrung aller Besucher. Vereinbaren Sie eine angemessene Prüfung wichtiger Seiten und Anfragewege auf Mobiltelefon und Desktop. Für den laufenden Betrieb ist außerdem entscheidend, wer einen Fehler bemerkt, bearbeitet und die Wiederherstellung kontrolliert.

Quelle: Google: Web Vitals mit Labor- und Nutzungsdaten messen

Verlangen Sie ein Angebot, das Sie im Alltag überprüfen können.

Eine gute Leistungsbeschreibung nennt die Seitenarten, enthaltenen Inhalte, Funktionen, Mitwirkung und die Ergebnisse der Übergabe. Dazu gehören auch Grenzen: Zahl der Abstimmungsrunden, zusätzliche Inhalte und laufende Kosten. Diese Angaben dienen nicht der größtmöglichen Vertragslänge. Sie verhindern, dass beide Seiten mit unterschiedlichen Vorstellungen von einer fertigen Website starten.

Bereiten Sie für das erste Gespräch Ihre wichtigsten Leistungen, typische Kundenfragen und vorhandene Unterlagen vor. Benennen Sie, welche Arbeit Ihr Team übernehmen kann und welche ausdrücklich abgenommen werden soll. Damit lässt sich der Umfang passend zuschneiden. Die wirtschaftlich sinnvollste Website ist die, die Ihre Besucher zuverlässig zum nächsten Schritt führt und deren Aufwand Sie dauerhaft tragen können.

  • Sind Inhalte, Bilder und Abstimmung eindeutig zugeordnet?
  • Sind Anfrageweg und benötigte Funktionen vollständig beschrieben?
  • Sind Prüfung, Einführung und Übergabe enthalten?
  • Sind laufende Kosten und spätere Änderungen getrennt ausgewiesen?

Sie möchten das auf Ihr Unternehmen übertragen?

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